Design Lampe - oder ist das ´ne Glühbirne?

Design Lampe – oder ist das ´ne Glühbirne?

7. Februar, 2012  |  Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Neulich beim Arzt hatte ich eine alte Ausgabe von der A&W (oder war´s doch die AD?) in der Hand. Ich hatte ziemlich viel Wartezeit. Normalerweise reiße ich ständig interessante Beiträge, Fundstücke, Tipps usw. aus Zeitschriften raus, um sie dann später im Netz zu checken. Da saßen aber so viele Menschen im Wartezimmer, dass mir das irgendwie peinlich war. Ich habe mich also zusammengerissen.

Design Lampe, Glühbirne - oder doch Kunst?

Zu Hause ließ mich tagelang eine Glühbirne, die ich in der Zeitschrift gesehen hatte nicht mehr los. Nackte Glühbirnen sind ja gerade groß im Trend und man sieht sie allerorten, ob passend oder nicht, von Decken, Wänden usw. baumeln.  Diese aber ergoß sich förmlich aus der Lampe (einer Architektenlampe – die mag ich ja besonders, wie unter anderem Cellular feststellen durfte), als ob diese eine mittelgroße Unpässlichkeit über den Tisch erbrochen hatte. Obwohl – irgendwie erinnerte mich die Glühbirnen Design Lampe auch an eine Comic Sprechblase. Oder sollte das Kunst sein?

Egal – ich mußte auf jeden Fall mehr darüber wissen, nur: Was tun? Wie finden? Denn diese Glühbirne macht definitiv aus jeder 0815 Lampe sofort ein Designunikat und wäre somit eventuell eine echte Alternative zu einer teuren Design Lampe. Außerdem haben nackte Glühbirnen als Design Lampen Ersatz momentan ja Hochkonjunktur – wobei dieser Trend nicht bedingungslos jedem, bzw jeder Situation oder jedem Ensemble empfohlen werden kann, aber dazu ein anderes mal mehr.

Ich war eigentlich knapp davor aufzugeben, als ich eines Abends mal wieder die Google Bildersuche bemühte. Ich überlegte. Wie würden andere so eine Glühbirne wohl nennen? Suchanfrage an Google: Glühbirne Blub. Einen kurzen Moment sinnierte ich über mein wahnsinniges Formulierungsvermögen, bis das Google Suchergebnis erschien. Warum in der Ferne schweifen wenn das Gute so Nahe liegt. Darf ich vorstellen: Pieke Bergmanns Light Blubs – einfach nur: Wow!

Nachtrag: Die wahnsinns-Wow! Design Lampe/Glühbirne  von Pieke habe ich in Hamburg gefunden. Mehr oder weniger zufällig in einer tollen Galerie: The quick Brown Fox Jump over the lazy dog - da gibt´s noch mehr spannende Sachen zu sehen… Und der Preis nach dem mich schon einige gefragt haben…. hmmm – tja der ist heiß (sprich relativ teuer – wobei hey! Das ist Kunst!!!)

Fotos vía Condoo und Pieke Bergmanns.

 

 

 


Vintage Design: Designbörse Düsseldorf

Vintage Design: Designbörse Düsseldorf

13. Januar, 2012  |  Allgemein, Designklassiker, Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Vintage Design auf der diesjährigen Designbörse

Die Designbörse in Düsseldorf ist eine der wenigen Gelegenheiten in Deutschland so richtig viel vintage Design auf einem Haufen zu sehen und deshalb bei Designfans ein Highlight des Jahres.

13. Designbörse

Die Designbörse in Düsseldorf wird immer besser. Das erste Mal war ich wohl vor ca. 10 Jahren da. Damals mit einem Freund, der vintage Design Händler war (und immer noch ist). Rund 150 Händler aus Deutschland, England, Belgien, Skandinavien und den Niederlanden schaffen es jedes Jahr wieder die Halle des Blumengroßmarkts in Düsseldorf in einen riesigen vintage Design Shop zu verwandeln. Das Sortiment besteht überwiegend aus Einrichtungsgegenständen und den dazugehörigen Accessoires, aber auch Schmuck, alte LP´s, Bücher und vintage Kleidung, wird an einigen Ständen angeboten. Während manche Stände liebevoll als komplette Wohnzimmer eingerichtet werden, gehen andere pragmatisch an die Sache ran und stapeln alles was geht auf engstem Raum. Ute Mirbach und Kollegen haben über die Jahre das Niveau aus meiner Sicht kontinuierlich gesteigert und sind trotzdem dem Mix aus vintage Design High-end Items und Alttagsgegenständen aus den 50-70 Jahren treu geblieben.

  • Tolles Gemälde
  • Regale mit Design
  • Rattanmoped
  • Industrielampen
  • 50er Jahre im kommen
  • Wohnzimmeratmo
  • Grashopper & Konsorten
  • p1110760_neu
  • Hippo aus Jute
  • Wilder Mix
  • Blau-weißes Armageddon
  • Irrstes Regal
  • Designbörse?
  • Dreisatz
  • Wohnzimmeraufbau
  • Org von Fabio Novembre
  • Org von Fabio Novembre
  • Knotted Chair von Marcel Wanders
  • Perpetuum mobile
  • Wiggle Stool von Frank O. Gehry
  • Dell Lampen en masse
  • Ladys Desk
  • Feiner Schreibtisch
  • No Name Sessel
  • Space Lamellen Lampe
  • Eames DAR
  • Bisquitporzellan
  • Detailansicht Lampe
  • Pino Spagnolo Picnic Set
  • Plexiglas Lampe
  • Metalldosen
  • Umfunktionierter Deckenleuchter
  • Cactus von Guido Drocco und Franco Mello
  • 70er Orange
  • Besucher durch Plexiglas
  • 70er Plattenspieler
  • p1110873
  • Danish
  • Objektlampe
  • Japanische Figuren
  • Leuchtbuchstaben
  • Tonnen-Sessel
  • Geschirr aus Steinzeug
  • Abstrakte Kunst
  • Abstrakte Kunst
  • p1110911
  • p1110915

 

Ich mag dieses wilde durcheinander, war aber heilfroh, dass ich schon am Preview Abend dort war, denn am offiziellen Besuchertag war es zeitweise so unglaublich voll, dass an fotografieren nicht zu denken war. Mein Tipp deshalb, wenn man auf der Suche nach etwas speziellem ist, unbedingt den Preview nutzen (trotz des überhöhten Preises von mittlerweile sage und schreibe 25 €), oder aber früh morgens am Besuchertag hingehen. So einige vintage Design Stücke wurden gleich beim Aufbau schon weggekauft, wie z.B. das tolle Gemälde, dessen Preis ich noch nicht einmal mehr erfragen konnte – zack. Weg war es… Ähnlich erging es einem meiner Lieblingsstände, wo ich gefühlte zweihundert mal um die unglaublich tollen (und schweren) Tische aus einer englischen Industriehalle mit den roten Metallgestellen (Foto) herumgeschlichen bin und verzweifelt überlegte, wen ich zu einem Transport nach Hamburg überreden könnte – die liefen auch wie warme vintage Design Semmeln. Das der Trend Richtung Industriedesign und shabby chick unvermindert weiter lebt, konnte man an vielen Ständen beobachten. Alte Industrielampen, Schilder und Leuchtbuchstaben mischten sich munter unter vintage Design Klassiker, ebenso wie die 50er Jahre auch hier stärker repräsentiert waren als in früheren Jahren (die 50er sind die neuen 70er).

Fazit

Wenn man sich für vintage Design interessiert, lohnt es sich auf jeden Fall dorthin zu gehen. Ist man auf der Suche nach etwas Speziellem, sollte man vorher die Preise recherchieren, denn handeln geht immer, aber dafür muss man sich grundsätzlich mit den Preisen auskennen. Einige Händler fand ich überteuert im Verhältnis zu gängigen Marktpreisen. Dafür kann man aber alles aus nächster Nähe ansehen, Probesitzen und anfassen und die Händler haben fast immer Zeit für eine kleine Fachsimpelei oder Geschichte zu ihrem Angebot und bei weitem die meisten sind überaus hilfsbereit, wenn es um Transporte und Tipps geht. Wenn man das gesuchte nicht findet, sollte man unbedingt an den Ständen nachfragen. Denn auch wenn der eine das Objekt der vintage Design Begierde nicht auf Lager hat, weiß er evt. wen man sonst fragen könnte. Die Branche kennt sich ziemlich gut aus – auch in den Lagern der anderen und so passiert es nicht selten, dass man hört „Ne. Hab ich nicht. Aber geh mal zu Peter. Der hat noch zwei auf Lager.“
Summa Summarum: Ich bin im Dezember wieder da. Und wahrscheinlich auch bei der neuen kleinen Schwester – der 2. Designbörse in Köln am 3. Juni.

“Post-it war” in your Wohnzimmer

5. Oktober, 2011  |  DIY & Recycling, Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Der “Post-it” Krieg geht um

Ob der “Post-it war” aus Langeweile angefangen hat oder aus werbetechnischem Kalkül scheint noch nicht eindeutig geklärt. Belegt allerdings ist wohl die Tatsache, dass er erstens in Frankreich ca. im Mai seinen Anfang nahm und seitdem Fans über den europäischen Kontinent hinaus findet. Außerdem zweitens eine überproportionale Umsatzsteigerung für Haftklebezettel bedeuten dürfte.

Überall scheinen Büroangestellte zu kleben was das Zeugs hält. Ob Comics, Stellenanzeigen, Logos oder wenig subtile Botschaften – da scheint erstmal kein Ende in Sicht. Momentan den Vogel abgeschossen (zumindest im Norden) hat da wohl die BBDO aus Hamburg, die das Michaelangelo-Motiv aus der Sixtinischen Kapelle “Die Erschaffung Adams” an einem Sonntag mal kurzerhand nachgeklebt hat. Foto von der BBDO via

So ausschließlich eine Idee von Menschen mit zu wenig Auslastung in der Arbeitszeit scheint der Post-It Wahn allerdings nicht zu sein. Denn wenn man ein wenig surft findet man einige ältere Beiträge, die teils von Künstlern, teils aus einfachem Ideenreichtum stammen oder gar dazu dienten einfach jemanden zu überraschen (siehe Auto).

Wer jetzt zu Hause sitzt und überlegt wie er da mitmachen kann, erhält von mir hier ein paar weitere Ideen. Das schöne an den Zettelchen ist ja, dass man außerdem noch nette Nachrichten für seinen Liebsten drauf schreiben kann (oder gleich die Post It´s zur Nachricht werden läßt). Man kann sie “pur” verwenden oder beschriftet. Direkt nebeneinander kleben oder mit einigem Abstand (hier empfiehlt sich wohl eine Wasserwaage und ein Zollstock). Man kann abstrakte Muster oder Bilder kleben. Nicht belegt ist allerdings wie lange die Dinger halten und wie lange es dauert, bis sie ihre Farbe verlieren. Großes Foto via Flickr von Kevin Cheng.

Abstrakte Kunst und Deko für die Wand.

Bilder von Freunden, Selbstportraits oder dem Haustier für die Wand.

Post It Items wenn ihr klein anfangen wollt.

Botschaften aus Post It´s. “Denk an den Müll” geht bestimmt auch, wenn´s hilft? …

und wem das alles nicht reicht …

Vintage Design Auktion mit Klassikern

Vintage Design Auktion mit Klassikern

5. Oktober, 2011  |  Designklassiker, Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Moderne Designklassiker in der diesjährigen vintage Design Auktion

Der Herbst ist von jeher ebenso wie der Frühling die große Zeit der Auktionen und Auktionshäuser. So auch mal wieder bei Lauritz.com in Hamburg und Düsseldorf, die gemeinsam schöne vintage Design Stücke für eine große Sonderauktion zusammen gesammelt haben.

In der Sonderauktion vintage Design gibt´s diesmal wieder die gängigen großen Namen und Standard-Designklassiker: Charles Eames mit Lounge Chair, Side-shells, eine Rope Shell in einer hammer Farbe, DAR, uvm. Mies van der Rohe ist unvermeidbar vertreten mit Barcelona, LC3 Sessel und Freischwingern. Arne Jacobsen Standard-Items wie Egg Chair und 3107 – die Siebener aber auch in der Kinderversion, sowie die eher seltenen Pot Chairs. Hans J. Wegner mit diversen Möbeln wie u.a. den Armlehnstühle PP-201. Harry Bertoia mit schwarzen Stühlen, die ich wegen der 80er Ausstrahlung ganz cool finde und Barhockern. Eero Saarinen mit der Tulip Serie in Tisch, Armlehnstuhl und Stuhl. George Nelson mit Armlehnstuhl und gleich zwei mal dem Action Office inkl. je einem Sideboard. Verner Panton Cone Chair, Alvar Aalto mit verschiedenen Hockern, Stühlen und Sesseln in seiner typischen Formsprache. Fabricius & Kastholm mit diversen Tulips, einem neuen Sideboard in schwarz für diejenigen, die weiß nicht mehr sehen können und dem Grasshopper (großes Foto). Florence Knoll u.a. mit einem wunderschönen Sideboard mit Bastschiebetüren (wenn ich mal Geld übrig hab, dann will ich das) und vielen weiteren. Außerdem gibt es einige eher in Dänemark begehrte vintage Design Klassiker wie Poul Kjärholm mit der Beistelltischserie PK 71, Arne Vodder mit einem Chefschreibtisch, Finn Juhl´s Pelikan Chair, Hvidt & Mölgaard mit einer Esstischgruppe für Sögaard, etc.

Ungewöhnlicher (zumindest für Lauritz) ist Mart Stam, eine Skulptur von Zaha Hadid, Ernst Igl mit zwei Sideboards und einem Schreibtisch aus den 70ern mit einem (aus meiner Sicht) eher 80er Jahre Look, einem ganz entzückendem Beistelltisch von Knoll International mit schön gearbeiteten Schubladen (ansehen) und das architektonisch sehr formschöne Sofa von De Sede mit der Reisverschluß “Naht”, dem ein freier Raum sehr gut tun würde (sonst kommen die tollen Details nicht zur Geltung).

Die Lampenauswahl fällt in diesem Jahr aus meiner Sicht etwas mau aus. Hier hätten sicherlich noch ein paar vintage Design Highlights für mehr Aufsehen sorgen können, wobei die Lampenkategorie ja eigentlich immer ganz gut gefüllt ist. Bis auf eine sehr große Lampen-Skulptur in Form einer Blume und dem Zapfen ist nichts in meiner Erinnerung hängen geblieben, außer natürlich dem Sessel/Lampenobjekt von Manfred Kielnhofer. Aber am besten ihr schaut selbst mal in die Auktion, denn meine Aufzählung hier ist nur eine Auswahl der rund 300 Items. Die Auktionen laufen gestaffelt zwischen dem 10. bis zum 14. Oktober aus.

Meine vintage Design Favoriten hier in der Bildauswahl – alle Bilder von Lauritz

Manchmal fragen mich Kunden welche vintage Design Klassiker sie kaufen sollen und wozu ich ihnen rate. Das Pauschal zu beantworten ist in etwa so schwierig wie die richtige Altervorsorge zu finden. Mein Tipp ist immer, dass es zum Kunden, bzw. zum Budget und der Einrichtung passen muss. Außerdem gibt es einige Designklassiker, die schon seit Jahren erwiesenermaßen wenig an Wert verlieren (wenn überhaupt – kommt ja immer auf den Preis an zu dem man gekauft hat). Dazu gehören die meisten Möbel von Eames, Mies van der Rohe, Jacobsen, etc. Wenn man etwas Risikofreudiger ist kann man auch mal etwas kaufen, was nicht so oft gehandelt wird, wie z.B. die Pot Chairs von Jacobsen, die man ganz sicher immer wieder los wird zum vernünftigen Preis und mit etwas Glück sogar mit Gewinn, weil sie immer seltener werden. Worauf bei vintage Design zu achten ist, welche Fallen es gibt und was man bedenken sollte schreib ich noch mal später in einem anderen Beitrag.

Zeitraum

Zeitraum

13. September, 2011  |  Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Langzeitwirkung

Hier ein Fundstück aus dem Netz. Die Möbel von der Firma Zeitraum sind sehr einfach in der Formsprache, trotzdem sympathisch und deshalb zeitlos. Das liegt nicht nur an den verwendeten Naturmaterialien, sondern auch an dem interessanten Twist, den sie den Gegenständen geben. Einer meiner Favoriten ist neben der älteren Tischversion Soda von 2007 denn auch der Neuentwurf von 2010 mit dem Namen Twist. Fotos via Zeitraum wo ihr auch mehr Möbel und die Händlerkontakte findet.