Küchenfront lackieren - und der Rest?

Küchenfront lackieren – und der Rest?

8. Mai, 2012  |  DIY & Recycling  |  1 Comment  |  Share

Vor einigen Wochen traf ich zufällig eine Bekannte aus Lüneburger Zeiten wieder. Nach einem sehr lustigen Mittagessen lud sie mich noch zu sich in die Bürogemeinschaft auf einen schnellen Kaffee ein.

“Die Etage” ist insgesamt cool eingerichtet: Tolle, kleine, nette Ideen, die gut aussehen und für relativ wenig Geld umzusetzen sind. Am irrsten fand ich die Küche. Alles – aber auch wirklich alles! ist rosa lackiert worden.

Rosaroter Küchenhimmel

Wände, Küchenfront, Arbeitsplatte – einschließlich Armaturen und Waschbecken; letzteres auch von innen. Der Anstrich ist jetzt über ein Jahr alt und dafür hat sich die Farbe erschreckend gut gehalten. Vor allem im Waschbecken hätte ich mit mehr Abplatzern gerechnet. Möglich macht dies ein sogenannter Primer, wie man mir erklärte. Der verbindet Farbe und Oberfläche ähnlich wie eine Grundierung, nur noch besser. Außerdem sind alle Teile von einem Profi lackiert worden – also gesprüht. Das Ergebnis ist der Hammer! Und ich warte jetzt geduldig auf die nächste Wohnung, die eine echt ätzende Küche hat, damit ich das mal selbst ausprobieren kann.

Um eine Küche zu renovieren, könnte man sicherlich auch einfach neue Küchenfronten kaufen, die alten Küchenfronten mit Folie bekleben oder die Fronten ausbauen und Fächer offen lassen (hab ich früher gemacht, weil ich es schöner fand). Aber diese Lacklösung finde ich doch bemerkenswert gut – also: Küchenfront einfach lackieren und wem´s gefällt auch gleich den Rest mit dazu.

Mehr Infos zu “die Etage” gibt’s unter www.dieetage.org. Hier könnt ihr euch auch bei asdfg Architekten und STLH Architekten um einen Platz in der Bürogemeinschaft bewerben – dann könnt ihr euch jeden Tag einen Kaffee in der rosa Küche kochen und vielleicht komm ich auch noch mal rum? Und wer jetzt außerdem Lust auf Totallackierung bekommen hat, aber nicht sofort seine Küche umgestalten möchte, versucht sich einfach erstmal an kleineren Möbeln, wie hier zB. alte Schulstühle. Kann auch ganz lustig aussehen.

 

Eames Wire Chair Bezug

Eames Wire Chair Bezug

10. April, 2012  |  Designklassiker, DIY & Recycling  |  No Comments  |  Share

Strick dir einen …

Die Anleitung dazu ist leider nicht auffindbar (bzw. lesbar), aber wie das mit dem rechten funktionieren könnte, kann man sich ja in etwa vorstellen. Die linke Version im Zweifelsfall einfach flechten und in Bahnen an der Rückseite vom Wire-Chair anbinden. Aber wo man wohl so tolle Wolle bekommt? Und der Eames Bird sieht auch wie gehäkelt aus.

Credits: Gefunden bei Apartmenttherapy. Strickkunst von Noriko von Plain Living; Styling von Akira Ishikawa; Das Foto kommt von Flickr und ist von Osamu Koizumi für Tokyo CultuArt by Beams.

Einrichtungsideen: Passagen 2012

Einrichtungsideen: Passagen 2012

1. Februar, 2012  |  Allgemein, DIY & Recycling  |  No Comments  |  Share

Einrichtungsideen präsentiert auf der internationalen Möbelmesse 2012

Jenseits der internationalen Möbel Messe, auch kurz IMM und der ganzen Anzug-tragenden Männer dort (wo waren nur die ganzen Frauen hin?) lockten die Passagen mit ihren alljährlichen alternativen Einrichtungsideen. Die “PASSAGEN” (Interior Design week Köln) sind traditionell das etwas andere Messeprogramm zum Thema: Neues aus der Einrichtungsbranche. Ich wünschte, ich hätte mir alles ansehen können, um weitere neue Einrichtungsideen zu sammeln, aber ohne Fahrrad und nach einer zugegebenermaßen eeeetwas längeren Nacht schaffte ich nur einen Bruchteil der Locations zu besuchen. Bei rund 200 Ausstellungen im Kölner Stadtgebiet galt auch hier die Devise der Auslese. Da meine Übernachtungsstation in Ehrenfeld angesiedelt war, lag es Nahe, hier gleich mal durchzustarten.

Trotz des beachtlichen Booklets der Passagen-Veranstalter war es etwas verwirrend. Das kann natürlich an mir liegen, aber ich wurde immer wieder von anderen Mitplanherumirrenden gefragt, ob es denn hierlang gehen würde. Also doch nicht allein? Überhaupt. Das Booklet… Ich fand es undurchsichtig in Bezug auf Aufbau und Inhalt. Es wäre hilfreich gewesen, wenn es thematisch aufgeteilt gewesen wäre. Etwa in Ausstellungen, Verkaufsmessen & Shops, Recycling-Interior, Neue Designs, Einrichtungsideen, etc. Auch die Tatsache, dass zwischendurch Fashion mit dabei war, fand ich irritierend. Ich glaube hier könnte man noch einiges verbessern und so dazu beitragen, dass die Besucher besser durchsteigen.

Mein persönliches Highlight war die Ausstellung Gronicles der drei holländischen Designer  Jack Brandsma, Lambert Kamps und Lotte Douwes. Am besten gefallen hat mir hier der Koch-Ess-Tisch (Kitchen Levels) von Lotte Douwes mit den handgefertigten Lampen und identisch aussehenden Steckdosen aus Porzellan, die von der Decke hingen. Diese Einrichtungsideen würde ich auch gern umsetzen. Allein die Steckdosen von der Decke: Hübsch und praktisch.

Insgesamt fand ich die Passagen, die vorgestellten Designer, Einrichtungsideen, Möbel und Locations ganz cool. Vor allem als Kontrastprogramm zur IMM erfrischend unprätentiös, entspannt und lässig – nur das Booklet: Weglassen und die App weiter entwickeln oder echt mal das Konzept überarbeiten…

“Post-it war” in your Wohnzimmer

5. Oktober, 2011  |  DIY & Recycling, Möbel, Lampen & mehr  |  No Comments  |  Share

Der “Post-it” Krieg geht um

Ob der “Post-it war” aus Langeweile angefangen hat oder aus werbetechnischem Kalkül scheint noch nicht eindeutig geklärt. Belegt allerdings ist wohl die Tatsache, dass er erstens in Frankreich ca. im Mai seinen Anfang nahm und seitdem Fans über den europäischen Kontinent hinaus findet. Außerdem zweitens eine überproportionale Umsatzsteigerung für Haftklebezettel bedeuten dürfte.

Überall scheinen Büroangestellte zu kleben was das Zeugs hält. Ob Comics, Stellenanzeigen, Logos oder wenig subtile Botschaften – da scheint erstmal kein Ende in Sicht. Momentan den Vogel abgeschossen (zumindest im Norden) hat da wohl die BBDO aus Hamburg, die das Michaelangelo-Motiv aus der Sixtinischen Kapelle “Die Erschaffung Adams” an einem Sonntag mal kurzerhand nachgeklebt hat. Foto von der BBDO via

So ausschließlich eine Idee von Menschen mit zu wenig Auslastung in der Arbeitszeit scheint der Post-It Wahn allerdings nicht zu sein. Denn wenn man ein wenig surft findet man einige ältere Beiträge, die teils von Künstlern, teils aus einfachem Ideenreichtum stammen oder gar dazu dienten einfach jemanden zu überraschen (siehe Auto).

Wer jetzt zu Hause sitzt und überlegt wie er da mitmachen kann, erhält von mir hier ein paar weitere Ideen. Das schöne an den Zettelchen ist ja, dass man außerdem noch nette Nachrichten für seinen Liebsten drauf schreiben kann (oder gleich die Post It´s zur Nachricht werden läßt). Man kann sie “pur” verwenden oder beschriftet. Direkt nebeneinander kleben oder mit einigem Abstand (hier empfiehlt sich wohl eine Wasserwaage und ein Zollstock). Man kann abstrakte Muster oder Bilder kleben. Nicht belegt ist allerdings wie lange die Dinger halten und wie lange es dauert, bis sie ihre Farbe verlieren. Großes Foto via Flickr von Kevin Cheng.

Abstrakte Kunst und Deko für die Wand.

Bilder von Freunden, Selbstportraits oder dem Haustier für die Wand.

Post It Items wenn ihr klein anfangen wollt.

Botschaften aus Post It´s. “Denk an den Müll” geht bestimmt auch, wenn´s hilft? …

und wem das alles nicht reicht …