Vintage Design: Designbörse Düsseldorf

13. Januar, 2012  |  Allgemein, Designklassiker, Möbel, Lampen & mehr  |  Share

Vintage Design auf der diesjährigen Designbörse

Die Designbörse in Düsseldorf ist eine der wenigen Gelegenheiten in Deutschland so richtig viel vintage Design auf einem Haufen zu sehen und deshalb bei Designfans ein Highlight des Jahres.

13. Designbörse

Die Designbörse in Düsseldorf wird immer besser. Das erste Mal war ich wohl vor ca. 10 Jahren da. Damals mit einem Freund, der vintage Design Händler war (und immer noch ist). Rund 150 Händler aus Deutschland, England, Belgien, Skandinavien und den Niederlanden schaffen es jedes Jahr wieder die Halle des Blumengroßmarkts in Düsseldorf in einen riesigen vintage Design Shop zu verwandeln. Das Sortiment besteht überwiegend aus Einrichtungsgegenständen und den dazugehörigen Accessoires, aber auch Schmuck, alte LP´s, Bücher und vintage Kleidung, wird an einigen Ständen angeboten. Während manche Stände liebevoll als komplette Wohnzimmer eingerichtet werden, gehen andere pragmatisch an die Sache ran und stapeln alles was geht auf engstem Raum. Ute Mirbach und Kollegen haben über die Jahre das Niveau aus meiner Sicht kontinuierlich gesteigert und sind trotzdem dem Mix aus vintage Design High-end Items und Alttagsgegenständen aus den 50-70 Jahren treu geblieben.

  • Tolles Gemälde
  • Regale mit Design
  • Rattanmoped
  • Industrielampen
  • 50er Jahre im kommen
  • Wohnzimmeratmo
  • Grashopper & Konsorten
  • p1110760_neu
  • Hippo aus Jute
  • Wilder Mix
  • Blau-weißes Armageddon
  • Irrstes Regal
  • Designbörse?
  • Dreisatz
  • Wohnzimmeraufbau
  • Org von Fabio Novembre
  • Org von Fabio Novembre
  • Knotted Chair von Marcel Wanders
  • Perpetuum mobile
  • Wiggle Stool von Frank O. Gehry
  • Dell Lampen en masse
  • Ladys Desk
  • Feiner Schreibtisch
  • No Name Sessel
  • Space Lamellen Lampe
  • Eames DAR
  • Bisquitporzellan
  • Detailansicht Lampe
  • Pino Spagnolo Picnic Set
  • Plexiglas Lampe
  • Metalldosen
  • Umfunktionierter Deckenleuchter
  • Cactus von Guido Drocco und Franco Mello
  • 70er Orange
  • Besucher durch Plexiglas
  • 70er Plattenspieler
  • p1110873
  • Danish
  • Objektlampe
  • Japanische Figuren
  • Leuchtbuchstaben
  • Tonnen-Sessel
  • Geschirr aus Steinzeug
  • Abstrakte Kunst
  • Abstrakte Kunst
  • p1110911
  • p1110915

 

Ich mag dieses wilde durcheinander, war aber heilfroh, dass ich schon am Preview Abend dort war, denn am offiziellen Besuchertag war es zeitweise so unglaublich voll, dass an fotografieren nicht zu denken war. Mein Tipp deshalb, wenn man auf der Suche nach etwas speziellem ist, unbedingt den Preview nutzen (trotz des überhöhten Preises von mittlerweile sage und schreibe 25 €), oder aber früh morgens am Besuchertag hingehen. So einige vintage Design Stücke wurden gleich beim Aufbau schon weggekauft, wie z.B. das tolle Gemälde, dessen Preis ich noch nicht einmal mehr erfragen konnte – zack. Weg war es… Ähnlich erging es einem meiner Lieblingsstände, wo ich gefühlte zweihundert mal um die unglaublich tollen (und schweren) Tische aus einer englischen Industriehalle mit den roten Metallgestellen (Foto) herumgeschlichen bin und verzweifelt überlegte, wen ich zu einem Transport nach Hamburg überreden könnte – die liefen auch wie warme vintage Design Semmeln. Das der Trend Richtung Industriedesign und shabby chick unvermindert weiter lebt, konnte man an vielen Ständen beobachten. Alte Industrielampen, Schilder und Leuchtbuchstaben mischten sich munter unter vintage Design Klassiker, ebenso wie die 50er Jahre auch hier stärker repräsentiert waren als in früheren Jahren (die 50er sind die neuen 70er).

Fazit

Wenn man sich für vintage Design interessiert, lohnt es sich auf jeden Fall dorthin zu gehen. Ist man auf der Suche nach etwas Speziellem, sollte man vorher die Preise recherchieren, denn handeln geht immer, aber dafür muss man sich grundsätzlich mit den Preisen auskennen. Einige Händler fand ich überteuert im Verhältnis zu gängigen Marktpreisen. Dafür kann man aber alles aus nächster Nähe ansehen, Probesitzen und anfassen und die Händler haben fast immer Zeit für eine kleine Fachsimpelei oder Geschichte zu ihrem Angebot und bei weitem die meisten sind überaus hilfsbereit, wenn es um Transporte und Tipps geht. Wenn man das gesuchte nicht findet, sollte man unbedingt an den Ständen nachfragen. Denn auch wenn der eine das Objekt der vintage Design Begierde nicht auf Lager hat, weiß er evt. wen man sonst fragen könnte. Die Branche kennt sich ziemlich gut aus – auch in den Lagern der anderen und so passiert es nicht selten, dass man hört „Ne. Hab ich nicht. Aber geh mal zu Peter. Der hat noch zwei auf Lager.“
Summa Summarum: Ich bin im Dezember wieder da. Und wahrscheinlich auch bei der neuen kleinen Schwester – der 2. Designbörse in Köln am 3. Juni.


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